Autismus in Brandenburg? Hier finden Sie Unterstützung!

Autismus-Beratung und therapeutisches Angebot für Asperger-Autist*innen

Sie haben für Ihren Sohn oder Ihre Tochter eine Diagnose aus dem Autismus-Spektrum erhalten? Sicher haben Sie schon lange geahnt, dass Ihr Kind besonders ist, konnten sein oder ihr Verhalten aber nie richtig einordnen? Mit einer Diagnose bekommt "das Kind einen Namen". Das ist auf der einen Seite eine große Erleichterung, besitzt auf der anderen Seite aber auch eine gewisse Endgültigkeit. Viele Fragen tauchen auf und das Bedürfnis, sich umfänglich zu den nun bestehenden Möglichkeiten zu informieren wird größer.

Die autismusspezifische Förderung ist eine Leistung der Eingliederungshilfe nach § 35a, SGB VIII für seelisch behinderte oder von seelischer Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche. Um die gesellschaftliche Teilhabe sicherzustellen, werden die Kosten der Förderung in der Regel nach Beantragung durch die Eltern vom Jugendamt als Rehabilitationsträger übernommen. Dabei muss jedoch auch durch das Jugendamt eine Gefährdung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben festgestellt werden, die durch die Autismus-Diagnose bedingt ist.

Haben Sie für Ihr Kind eine Autismus-Diagnose erhalten, nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf. In einem gemeinsamen kostenlosen Erstgespräch stelle ich Ihnen gern meine Arbeitsweise genauer vor und berate Sie hinsichtlich der weiteren Schritte. 

Asperger-Diagnose

Bis zur Diagnose eines Asperger-Syndroms ist es häufig ein langer, steiniger Weg. Gehäuft ist die Entdeckung verzögert, weil die Sprachentwicklung des Kindes regelhaft verläuft und Asperger-autistische Kinder oft sehr intelligent und aufgeweckt sind. So sind Kinder nicht selten schon im Schulalter, wenn endlich die richtige Diagnose gestellt wird.  Kennzeichnend sind Besonderheiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation, sowie Spezialinteressen oder sich wiederholende Verhaltensweisen.

Beratung

Nach einer Autimus-Diagnose steht die Welt ein wenig Kopf. Was nun? Welche Möglichkeiten haben Sie, Ihr Kind bestmöglich zu unterstützen.Welche Chancen und Risiken birgt die Diagnose? Was ist als nächstes zu tun? Müssen Dinge verändert werden? Was kommt auf Sie zu? Zu diesen Fragen stehe ich Ihnen mit meinem Wissen gern beratend zur Seite. Lassen Sie uns gemeinsam den besten Weg für Ihr Kind, für Sie und Ihre Familie finden. 

Im Vorfeld einer Asperger-Therapie ist ein Beratungsgespräch kostenlos. Sollten Sie, unabhängig von einer Therapie, Beratung wünschen oder auf eine Kostenübernahme durch das Jugendamt verzichten wollen, ist eine Begleitung und Beratung durch mich auch für Selbstzahler*innen möglich. 

Förderung

Die autismusbezogenen Besonderheiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation ziehen mitunter eine Reihe von Herausforderungen nach sich. So kann die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen und zu halten, sehr beeinträchtigt sein und auch die alltäglichen Anforderungen können mitunter schnell überfordernd werden. Ziel der aspergerspezifischen Förderung ist nicht die Heilung, denn tiefgreifende Entwicklungsstörungen wie das Asperger-Syndrom sind nicht heilbar. Ziel ist vielmehr das Ermöglichen einer optimalen Entfaltung der Potentiale des Kindes und die Schaffung einer förderlichen, verständnisvollen Umgebung.

Wertehaltung

Ich trete Asperger-Autistinnen und Autisten sowie ihren Familien mit viel Wertschätzung und Respekt gegenüber. Dabei gehe ich davon aus, dass jedes Verhalten einen sinnvollen Grund hat, den es zu entdecken gibt, um in einem zweiten Schritt mögliches Alternativverhalten auszuprobieren. Im Mittelpunkt des Förderprozesses stehen dabei immer die Bedürfnisse des Kindes und dessen Familie. Dabei ist mir die Berücksichtigung des Lebenshintergrundes sehr wichtig. Ich beachte deshalb in meiner Förderplanung Umweltfaktoren und personenbezogene Faktoren gleichermaßen.
Das Konzept des Empowerments ist dabei handlungsleitend. Ich möchte autistische Menschen und deren Familien befähigen ihr Leben aus eigener Kraft bewältigen zu können.

 Methoden

Das aspergerspezifische Förderangebot der Praxis setzt sich aus einer Vielzahl von Methoden und Ansätzen, ähnlich wie bei den Bausteinen im Bild, zusammen. Dies ermöglicht ein ganz individuelles und ganzheitliches Zuschneiden des Förderplans auf die jeweiligen Bedürfnisse der Autistinnen und Autisten. Die angewendeten Methoden kommen aus den Bereichen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Marte Meo Therapie
  • TEACCH
  • personenzentrierte Spielpsychotherapie
  • Kunsttherapie
  • Social Stories

Ziele

Ziel des therapeutischen Angebotes ist es, autistischen Menschen ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen sowie die gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Dabei ist es wichtig, Fähigkeiten in wesentlichen Bereichen auf- und Hemmnisse abzubauen. Die Förderung der Emotionswahrnehmung und -regulation stehen dabei ebenso im Fokus, wie die Unterstützung zur Entwicklung von Fähigkeiten zur wechselseitigen Interaktion. Dabei wird der Blick auch auf die Bedingungen gelegt, die eine kontinuierlich hohe Entfaltung der individuellen Persönlichkeit ermöglichen, weswegen eine umfangreiche Umfeldarbeit Teil des Therapiekonzeptes ist.

Marte Meo in der Autismus Förderung

Marte Meo ist eine von der Niederländerin Maria Aarts für autistische Menschen entwickelte Beratungs- und Therapiemethode. Anhand von kurzen Videoaufnahmen alltäglicher Interaktionsmomente zwischen den autistischen Kindern und ihren Bezugspersonen ist eine genaue Analyse der vorhandenen und noch verborgenen Fähigkeiten auf beiden Seiten möglich. Auf Grundlage der Analyse werden den Eltern Momente gelungener Interaktion gezeigt und deren Wirkung auf ihr autistisches Kind aufgezeigt. Ferner können Eltern durch die Methode eingeladen werden, weitere für die Entwicklung ihres Kindes günstige Verhaltensweisen zu zeigen. Dafür gibt die Methode ganz konkrete, einfache und leicht umsetzbare Hinweise.